Andreas Geistlich
Andreas Geistlich

Schlierens Finanzen im Zeichen des Wachstums

15.12.2012
Schlieren wächst, und das Wachstum fordert seinen Preis. Entsprechend sind viele Investitionen für 2013 geplant, da muss das Treppenhaus im Stadthaus renoviert werden, es gibt noch Renovationen im Schulhaus Kalktaren, die Renovation der Turnhalle Schulstrasse, den Innenausbau der Pflegewohnung Bachstrasse und eine neue Asylunterkunft.
Die Investitionen sind auch im kommenden Jahr nicht durch den Cash Flow gedeckt. Mit einem Cashflow von 10.2 Mio. und einem Selbstfinanzierungsgrad von 60% ist die Stadt Schlieren jedoch auf gutem Wege, und etwas besser dran als im Vorjahr.
Der Steuerfuss soll bei 119% bleiben. Es muss aber das Ziel der Stadt sein, den Steuerfuss zu reduzieren. Dieses Ziel erachtet die FDP nach wie vor als machbar.
Der Stellenplan 2013 der Stadt wird aufgestockt. Hintergründe sind die neue Pflegewohnung mit Betreutem Wohnen an der Bachstrasse (ohne Personal geht das wirklich nicht), und ein Mehraufwand im Stadthaus bedingt durch den Bevölkerungszuwachs.
Die Steuereinnahmen sollen bei den natürlichen Personen steigen, dank der Zunahme der Einwohner, und dank einem kleinen Anstieg der Steuerkraft. Bei den juristischen Personen spürt man die Konjunktur. Hinzu kommt ein happiger Batzen vom Kanton: über 20 Mio. Franken Ressourcenausgleich werden 2013 in unsere Kassen gespült.
Die Sanierung der BVK ist im Voranschlag in allen Abteilungen zu spüren. Trotzdem unterstützt die FDP den Entscheid des Stadtrates, bei der BVK zu bleiben. So können wir von der Einmaleinlage des Kantons über 2 Milliarden Franken profitieren und haben weniger Sanierungskosten zu befürchten.
Durch das Bevölkerungswachstum wächst auch unsere Schule: es entstehen mehr Ausgaben bei den Besoldungen, bei der Zumietung von Schulräumen und deren Bewirtschaftung, und es sind kleinere Investitionen in den Schulräumen nötig.
Ein Dorn im Auge für die Fraktion der FDP sind die Dienstleistungen Dritter. Über 2 Mio. Franken sind dafür budgetiert und diese Zahl ist permanent am steigen!! Dabei sind Beraterhonorare zu finden und Einsätze von Zusatzpersonal wegen unvorhergesehene Absenzen. Die FDP wünscht sich für die Zukunft detailliertere Angaben zu diesem Thema.
Auch unsere Polizei wurde aufgefordert zu sparen, aber nicht am falschen Ort bitte. Im Voranschlag ist ein kleiner Posten von einige Tausend Franken zu finden, der indirekt zu Einsparrungen führt: Unsere Polizei wird im kommenden Jahr auch mit dem Velo unterwegs sein. Nicht nur wird dabei Benzin gespart und die Umwelt entlastet, sondern auch etwas für die eigene Gesundheit getan, und dies führt auch zu Einsparungen, nämlich im Gesundheitswesen!
Im Sozialbereich steigen die Kosten unaufhaltsam. Gegenüber der Rechnung 2011 finden wir ein Mehraufwand von 2,5 Mio. Franken. Dies hängt natürlich mit der Wirtschaftslage allgemein und der demografische Zusammensetzung der Bevölkerung von Schlieren zusammen. Erstens wird unsere Bevölkerung älter und wir leben länger. Die neue Pflegewohnung und das betreutes Wohnen in der Bachstrasse stehen symbolisch dafür. Und zweitens ist die Arbeitslosigkeit in Schlieren (aktuell 4%) immer deutlich höher als diejenige im Kanton. Was die FDP besonders beschäftigt, ist die stark ansteigende Jugendarbeitslosigkeit im Bezirk.
Der Voranschlag der uns heute vorliegt sieht ein kleines Defizit vor, ein Defizit das vertretbar ist, denn es ist mit zusätzlichen Abschreibungen absichtlich verschlechtert worden.
Die Fraktion der FDP verdankt die Anstrengungen von allen Abteilungen, die Finanzen unserer Stadt in einer stürmischen Zeit im Griff zu halten. Finanzvorständin Manuela Stiefel (FDP) und Finanzsekretär Olivier Küng verdienen Anerkennung für das Bemühen für mehr Transparenz und Kostenwahrheit sowie für die straffe Führung der Finanzen.
Wir fordern euch auf so weiter zu machen, jede nachträgliche erkannte unnötige Ausgabe zu streichen und keine unnötigen Mehrausgaben zu tätigen. So kriegen wir die Finanzen der Stadt immer besser in Griff.

John Daniles, FDP Schlieren

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