Andreas Geistlich
Andreas Geistlich

Ja zur Renovation im Kloster Fahr

14.04.2014

Die Bedeutung des Klosters Fahr ist sehr vielschichtig. So hinterliess bsp. Zwingli dort seine Spuren, als er 1530, kurz vor der Schlacht bei Kappel das Chorgebet im Kloster einstellen liess. Oder so war das Kloster im 17. Und 18. Jahrhundert die einzige katholische Kirche im Grossraum Zürich und mutierte zum Pilgerort für die katholischen Zürcher.

Die barocke Klosteranlage von nationaler Bedeutung steht unter Denkmalschutz. Sie besteht aus einem Komplex mit 20 Gebäuden. Sie beherbergt ein Benediktinerinnenkloster, dessen berühmteste Tochter die Dichterin Silja Walter war. Regelmässig finden öffentliche kulturelle Veranstaltungen statt. Sie beheimatet einen eindrücklichen ökologisch geführten LW Betrieb mit 40 MA auf über 50 ha Land.

Für uns Limmattaler ist der Limmatraum ein Band der Erholung inmitten unseres stark belasteten Tals. Dabei bildet das Kloster Fahr das eigentliche Zentrum und es ist Ausflugsziel und Oase der Ruhe zugleich. Als beliebtes Ausflugsziel in Marschdistanz zur Stadt Zürich zieht es viele Tagesausflügler an, und es lockt an schönen Tagen eine lauschige Gartenbeiz unter schattenspendenden Bäumen.

Nun ist diese Anlage in die Jahre gekommen .Fachleute für historische Bauten haben eine umfassende Zustandsbeurteilung vorgenommen und eine Kostenschätzung erstellt. Dringende bauliche Sanierungsarbeiten in den kommenden Jahren sind unumgänglich und es wurde insgesamt ein Sanierungsbedarf von 20 Mio. Franken ausgewiesen.

Deshalb ersuchte das Kloster den Kanton Zürich um einen Beitrag von 3 Mio. an 7 Teilprojekte aus den ersten 3 Sanierungsetappen, welche bis 2020 realisiert werden sollen. Diese kosten insgesamt 7.3 Mio. und umfassen Arbeiten, welche nichts mit den religiösen Aktivitäten im Kloster zu tun haben. Schwergewichtig geht es um energetische Massnahmen (Heizungsanlage, Isolation, Fenstersanierungen) für 4.0 Mio., sowie umfangreiche Arbeiten für Sanierung, Restaurierung und Brandschutz für 2.4 Mio

Die insgesamt benötigten 13 Mio. für die ersten 3 Etappen werden von verschiedenen Seiten zusammengetragen. So beteiligt sich der Kanton Aargau ebenfalls mit 3 Mio., Kirchen, Stiftungen und Firmen tragen 4.3 Mio. bei.

Die FDP stimmt dieser Vorlage einstimmig zu: das Kloster Fahr ist nicht nur ein gut funktionierender Betrieb sondern auch ein Zeitzeuge, ein kultureller Treffpunkt, ein Ausflugsziel und ein wichtiger Bestandteil des Erholungsraums im Limmattal. Ein Beitrag des Lotteriefonds in der Höhe von 3 Mio. zum Erhalt dieser Anlage erscheint uns als deshalb als angemessen.

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